05. Mai: VHS-Vortrag: Solidarische Landwirtschaft

Solidarische Landwirtschaft – gelebte Utopie im Osnabrücker Land und in der Welt

Das Konzept der Solidarischen Landwirtschaft (kurz Solawi)* hat in den vergangenen 20 Jahren einen enormen Aufschwung erfahren. Von wenigen Betrieben ist die Anzahl auf inzwischen ca. 500 angewachsen, die nach diesem besonderen Prinzip arbeiten – darunter auch einige in der Region Osnabrück. Das Konzept verspricht dabei nicht nur eine ökologisch nachhaltige Alternative für unser Ernährungssystem zu sein. Es stellt auch die kapitalistische Wirtschaftsweise an sich in Frage und bietet Ansatzpunkte, diese zu verlassen. Was lässt sich also vom Prinzip der Solawi lernen, was kann auf andere Lebensbereiche übertragen werden und welche Grenzen hat das Konzept?

Unser ER-OS-Mitglied Sascha Müller hat durch seine Arbeit als Gärtner praktische Erfahrungen in verschiedenen Solawis gesammelt und stellt diese in seinem interaktiven Vortrag zur Diskussion.

📍 WO: VHS Osnabrück, Bergstraße 8
⏰ WANN: 05.05.2026 um 19 Uhr
Anmeldung notwendig unter: https://www.vhs-os.de/kurs/26A7555 
Der Vortrag ist kostenlos.

 *Was ist Solidarische Landwirtschaft?

In einer Solidarischen Landwirtschaft werden die Lebensmittel nicht mehr über den anonymen Markt vertrieben, sondern fließen in einen eigenen durchschaubaren Wirtschaftskreislauf, der von den Verbrauchenden mit organisiert und voll ausfinanziert wird. Die sog. Ernteteilenden (Mitglieder) binden sich (i.d.R. für ein Jahr) an einen Hof oder eine Gärtnerei und übernehmen die Verantwortung für das Gelingen des Jahres-Anbaus. Solidarische Landwirtschaft fördert und erhält somit regionale Landwirtschaft, stellt saisonale Lebensmittel zur Verfügung und ermöglicht einen neuen Bildungs- und Erfahrungsraum.

Solidarische Landwirtschaft ist eine innovative Strategie für eine lebendige, verantwortungsvolle Landwirtschaft, die gleichzeitig die Existenz der dort arbeitenden Menschen sicherstellt und einen essenziellen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung leistet. Mehr Infos gibt es auf der Seite des Netzwerks Solidarische Landwirtschaft e.V.